Der Moment als mir klar wurde: Er kann sich nur selbst retten…und will es nicht. Wir waren kurz vor dem Ende. Termine bei der Familienberatung, von mir initiiert. Ein oder zwei hatten wir bereits gehabt, wir fuhren los, unsere einjährige Tochter zwischen uns im Kindersitz dabei. Die Fahrt war nicht lang, doch 5 Minuten reichten, da war sie eingeschlafen. Bei der nächsten Abzweigung setzt er den Blinker und dreht um. Ich: “ Hä? Was machst du?“ Er:“ Na sie schläft doch, da können wir da nicht hin“. Dieser simple Satz war ein Donnerschlag in mein Gesicht, mein Herz. Plötzlich war alles so kompromisslos klar: Er WILL es nicht. Und für mich war es eine persönliche Ablehnung. Das „wir“ ist es ihm nicht wert. Was ich nun zu tun hatte, war mir klar und dennoch schmerzte dieser Schlag, als hätte mich eine Horde Hooligans zusammengeschlagen.

 

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